Corona-Krise 2020: Chancen für Unternehmen

„Jede Krise ist auch eine Chance“ – diese Erkenntnis mag vor allem Unternehmer und Unternehmerinnen in diesen Tagen trösten. Denn die werden die letzten sein, die die Hände in den Schoß legen, wenn die Republik im Ruhemodus ist. Hier kommen die sieben besten Tipps von den Marketingexperten Max und Joachim Kummrow aus dem Haller KonText-Kontor, wie man aus der Krise eine Chance macht.

  1. Zusammenarbeit sicherstellen
    Die Mehrzahl redet schon lange über Digitalisierung. Jetzt kommt die große Herausforderung: Können Sie und ihre MitarbeiterInnen von daheim weiterarbeiten? Kann man alle Durchwahlen auf die HandysEinfach aschleifen, die Mails auf die Rechner daheim umleiten? Und können alle von Zuhause auf den Server zugreifen? Wer die technischen Möglichkeiten hat, kann jetzt die Nutzung trainieren und die Belastbarkeit der Systeme testen.
  2. Kunden binden
    Was mache ich, wenn ich meine Kunden nicht mehr besuchen kann? – Anrufen und fragen, ob es Ihnen gut geht, ob man helfen kann. Wer seinen Kunden in der Krise besser beisteht als andere, wird nach der Krise Lieferant Nr. 1 sein. Bei der Gelegenheit sollte man auch gleich mal abfragen, wie man die Kunden erreicht, wenn Sie mal nicht mehr an Ihrem Arbeitsplatz sitzen können. Putzen Sie einmal alle Adressen durch, fragen Sie vor allem nach Mailadressen!
  3. Prozesse verbessern
    Corona zwingt uns in die Digitalisierung. Wenn keiner mehr die Rechnung zur Post tragen kann, muss sie per E-Mail verschickt werden. Oder Dokumente an Kunden oder den Steuerberater werden per Cloud übertragen. Und Meetings durch Videokonferenzen ersetzt. Vielleicht nutzen wir die Zeit auch, um einmal in Ruhe die Zukunft zu durchdenken, neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, alte Strategien zu prüfen und zu erneuern.
  4. Neue Kunden gewinnen
    Sie glauben, es gäbe gerade keine neuen Kunden zu gewinnen? Weit gefehlt. Genau wie Sie werden viele andere Chefs die Zeit nutzen, um lange Liegengebliebenes anzugehen: Patente verfassen, das eigene Geschäft neu erfinden oder auch nur die vielen kleinen Baustellen abzuarbeiten, die so lange liegengeblieben sind. Zeit für einen neuen Lieferanten ist da immer – zumindest für ein erstes Kennenlernen und den digitalen Austausch von Kontaktdaten und Infos.
  5. Kommunikation digitalisieren
    Jetzt haben Sie alle frischen Mailadressen: von Mitarbeitern, von Lieferanten, von Kunden, von möglichen Neukunden. Bauen Sie jetzt eine Direktkommunikation per E-Mail auf und sie werden dauerhaft unabhängig sein von Postlaufzeiten und Portokosten. Und sie können in jede Zielgruppe jederzeit wichtige Infos oder starke Impulse für neue Geschäfte senden.
  6. Zeit gewinnen für eine höhere Geschwindigkeit
    Wenn die Krise überstanden ist, werden Sie merken, dass sie mit den neuen Instrumenten der digitalen Kommunikation Tag für Tag viel Zeit gewinnen. Fallen sie jetzt nicht auf konventionelle Wege zurück, sondern arbeiten sie weiter daran, schneller zu werden als ihre Wettbewerber!
  7. Einsparpotenziale abschöpfen
    Jetzt heben Sie die Einsparpotentiale: Tausende E-Mails statt Tausende Briefe helfen Ihnen Monat für Monat viel Geld zu sparen. Genauso wie eingesparte Dienstreisen, die dank Videokonferenz künftig nur noch 30 Minuten statt bisher 30 Stunden dauern. Nutzen Sie die gewonnene Zeit für die Ansprache neuer Kunden. So ernten Sie bald den doppelten Lohn Ihrer Mühen in der Krise!

 

Die aktuelle Krise bietet auch intern große Chancen: Nur die maximale Belastung trennt die Spreu vom Weizen. Sie lernen, wer von Ihrem Team auch in harten Zeiten einen ruhigen Kopf behält. Und Sie können all denen, die besonders gefragt waren, zeigen, dass Sie besonders wichtig sind für Ihr Unternehmen. Konfektionierer und Fahrer, die IT-Leute und alle anderen, die in der Krise Großes geleistet haben, wollen jetzt motiviert sein. Nutzen Sie den Schwung für weitere Schritte nach vorne! Denn die Mehrzahl wird jetzt Veränderungen viel mehr als Verbesserungen empfinden.

P.S.:  Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen und leitet sich vom altgriechischen Verb krínein her, das so viel wie „trennen“ und „(unter-)scheiden“ bedeutet. Die Krise unterscheidet also den Zustand „vorher“ von dem „danach“. Wendepunkte können zu positiven Ergebnissen führen, sie sind manchmal sogar Bedingung für einen neuen Zustand, der besser ist als der vorherige! Die Duden-Definition besagt, die Krise sei „eine schwierige Situation, Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“. Diesen Höhe- und Wendepunkt gilt es zu ergreifen – und als Chance zu nutzen.