Jetzt im Personalmarketing Gas geben

Weiter ausbilden!

Die Zahl der Lehrstellen geht in Deutschland rapide zurück. Das war vor Corona schon so, verstärkt sich jetzt aber noch einmal deutlich. Einstellungsstopps sperren die Bewerbungen junger Menschen in die Schubladen der Personalabteilung. Berufsmessen fallen aus. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt jetzt davor, die Zahl der Azubis zu reduzieren. Werde jetzt die Ausbildung reduziert, werde das den Fachkräftemangel in vielen Berufen weiter verschärfen.

Haltet die Besten fest!

Steigende Arbeitslosenzahlen lassen jene frohlocken, die dringend neue Arbeitskräfte suchen. Aber nur oberflächlich. Denn arbeitslos werden jetzt vor allem Menschen aus geringfügiger Beschäftigung oder gering qualifizierten Berufen. Und gesucht werden vor allem Fachkräfte. Wer welche hat, muss jetzt sein Bemühen, diese zu halten, noch einmal deutlich verstärken. Ein falsches Wort wie „Ich weiß nicht, ob wir die Krise überleben“ hat schon früher die Besten dazu bewegt, von sich aus zu kündigen.

Zuzug für Fachkräfte leichter

Bisher durften Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern zum Arbeiten nur nach Deutschland kommen, wenn sie einen Hochschulabschluss nachweisen konnten. Das ändert sich jetzt. Mit dem neuen Einwanderungsgesetz sollen auch Fachkräfte mit einer nicht-akademischen Ausbildung leichter ein Visum oder einen Aufenthaltstitel erhalten können. Damit entfällt die Beschränkung auf Engpassberufe.

Zudem wird keine Vorrangprüfung mehr durchgeführt. Dafür müssen die Fachkräfte aber ein konkretes Arbeitsplatzangebot haben, um langfristig in Deutschland bleiben zu dürfen. Die berufliche Qualifikation muss außerdem gleichwertig zu einer deutschen Ausbildung sein. Das sogenannte Anerkennungsverfahren entfällt nur für hochqualifizierte IT-Spezialisten. Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung können künftig für sechs Monate zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland kommen. Erwartet werden deutsche Sprachkenntnisse sowie ein Nachweis, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Außerdem sollen die nötigen Behördengänge durch das neue Gesetz erleichtert werden.