Unterstützung der Initiative "Kauf im Ort"

Ein Projekt der lokalen Kampagne von >Kauf im Ort< in HalleWestfalen ist unter anderem die Digitalisierung und mit dem Referentenabend am 27. Januar wurde das diesjährige Kampagnenjahr eröffnet. Im Mittelpunkt des Abends stand damals im Landhotel Jäckel der Vortrag von Dieter van Acken (Manager Marketing Communications), der mit seinem Unternehmen Tobit Software AG zahlreiche öffentliche Bereich in der westmünsterländische Stadt Ahaus digital vernetzt hat. Das alles war aber Ende Januar nur die pure Theorie, den realen Ansatz haben einige Mitglieder des Haller BegeisterungsTeams >Digitalisierung< unter Führung des Teamleiters Max Kummrow am 07. März vor Ort in Ahaus vorgenommen.

 

Fünf Stunden lang hat man sich nach einer theoretischen Einführung mit einem lokalen Rundgang in der Ahauser Innenstadt mit der digitalen Vernetzung beschäftigt. Unter der Headline >Smart City< ist in der 40.000 Einwohner zählenden Stadt die Vernetzung bereits soweit umgesetzt worden, dass die Öffentlichkeit mittels Smartphone über QR-Codes Dienstleistungen in Anspruche nehmen kann. Möglich ist dies auf einer digitalen Plattform mit einer sogenannten ID, die nicht Zentral bei irgendeinem Software-Unternehmen oder bei der Stadt vorhanden ist, sondern bei jedem Einzelnen auf dem Smartphone. Die ist kostenlos zu downloaden. Infolgedessen können bargeldlose Transfers wie Kaufen, Bezahlen etc. vorgenommen werden, sofern man sich daran beteiligen will. Realisiert ist dies in Ahaus unter anderem mit verschiedenen Geschäften des Einzelhandels, sowie in Cafés, einigen Restaurants und einer Disco. Aber auch Bereiche wie das Car-Sharing mit Elektroautos und E-Bikes, Benutzung von Parkplätzen, Ausleihen von Booten auf dem Schlossteich, bis hin zum Klingelbeutel in der Kirche, werden mittels dieser ID bereits genutzt.

 

Das Ahauser Software-Unternehmen, die diese Digitalisierung bis zur praktischen Anwendung entwickelt hat, hat selber auch Anschauungsprojekte realisiert. So wurde ein leerstehendes Stadthotel mit rund 40 Betten digitalisiert, so dass kaum noch Personal nötig ist. Die Buchung für das >smartel® at The Unbrexit< erfolgt ebenso per Smartphone wie auch der Hotelzugang. Die Steuerung im Zimmer selber, wie unter anderem für Heizung, Fernseher, Belüftung, Licht, wird ebenso gesteuert. Und wer in seiner Bettruhe nicht gestört werden will, der schreibt auf sein Display >psssst<an die Tür. Im Übrigen: Das Saugen der Teppiche im Zimmer bzw. auf den Gängen nehmen Saugroboter vor. „Wir haben heute eine Auslastung von rund 70 Prozent“, so van Acken, „und die Bookung-Bewertung liegt bei 8,7 von 10 Punkten.“ Auch der angeschlossene Pub >Anbrexit< und sowie die Reservierung von Speisen- und Getränke im Restaurant erfolgt ebenfalls per Smartphone bzw. Tablet.

 

Für einen regen Informationsaustausch zwischen Anbieter und Öffentlichkeit sorgt zudem die Ahaus-App. Hier präsentiert sich der Tourismusverband, die Event-Veranstalter veröffentlichen so ihre Termine, und der Einzelhandel stellt so problemlos seine aktuellen Trends ein. Voraussetzung ist natürlich immer, man beteiligt sich an der Digitalisierung. Um die Akzeptanz bei den Bürgern zu erhöhen, führt das Marketing- und Touristikunternehmen in Ahaus jeden Abend einen Quiz-Wettbewerb durch, welcher von der lokalen Wirtschaft promotet wird. Die Teilnehmerzahl beläuft allabendlich auf rund 4.000 Personen.

 

Im Fazit waren sich die Haller Teilnehmer, darunter im Übrigen auch der Borgholzhauser Bürgermeister Dirk Speckmann, nach der realen Wahrnehmung der Digitalisierung einig: „Wir können sicherlich einiges davon in unserer Stadt umsetzen. Wir müssen es nur wollen.“ Insofern soll nach Aussage von Frank Hofen, der als Vorstandsmitglied des Fördervereins der Stadt HalleWestfalen einer der Träger der Kampagne >Kauf im Ort< ist, dieses Thema lokal im Handel, der Gastronomie und in der bürgerlichen Öffentlichkeit weiter vorangebracht werden: „Im Mai folgt der Workshop >Handel Digital< mit dem NRW-Digitalcoach Thomas Dickenbrock und im Juli macht das >DigitalMobil< in Halle Station. Mit diesem Fahrzeug können dem Handel Technologien für ein verbessertes Einkauferlebnis aufgezeigt werden, um so kleinen und mittleren Händlern die Chancen der Digitalisierung für ihr Unternehmen näherzubringen.“